"Mit dem Green Growing Expertise Centre wollen wir den Übergang zum grünen Anbau von Fruchtgemüse beschleunigen"," sagt Kees de Kat, Direktor von Growers United und Portfoliobesitzer beim Lebensmittel- und Veterinäramt. "Wir kennen die Praxis wie kein anderer. Deshalb wollen wir aus eigener Erfahrung wissen und zeigen, was funktioniert und was nicht. Ausgehend von der täglichen Realität im Gewächshaus arbeiten wir an drei wichtigen Säulen für den grünen Anbau: Beschleunigung der Zulassung, Erprobung in der Praxis und Entwicklung von Kenntnissen und Fähigkeiten für die Anwendung."
"Wir können nicht stillsitzen und abwarten", betont Helma Verberkt, die als Quartiermeisterin und angehende Direktorin das Kompetenzzentrum Grüner Anbau leiten wird. "Als Obst- und Gemüsesektor müssen wir jetzt zeigen, dass wir vorankommen wollen und können. Das Green Growing Expertise Centre wird Anbauer und Erzeuger dabei unterstützen, einen rentablen Anbau von Fruchtgemüse in einem ganzheitlichen, widerstandsfähigen Anbausystem mit grünen, ökologischen und technologischen Lösungen zu erreichen. Wir bringen Regulierung, praktische Versuche und Anwendung in der Praxis zusammen."
Erprobung in der Praxis
Eine gute Idee muss sich im Gewächshaus bewähren, nicht nur auf dem Papier. Im Rahmen des Praxisprojekts 100% Green Cultivated geschieht dies in Zusammenarbeit mit Lieferanten. Sieben Praxispiloten arbeiten an einem nachhaltigen und widerstandsfähigen Anbausystem. Dieses System zielt darauf ab, Fruchtgemüse ohne synthetische Stoffe anzubauen, mit dem Ziel, bis Ende 2026 vollständig grün und rentabel zu sein. Wir teilen dieses Wissen mit den Anbauern, aber auch mit der Regierung und der Öffentlichkeit. Auf diese Weise zeigen wir mit harten Zahlen, was möglich ist und was nicht.
"Wir wollen nicht nur mitmachen, wir wollen vor allem machen", betont Ton van Dalen, Direktor von Oxin Growers und Vorsitzender der 100% Green Grown Steering Group. "Mit Projekten wie 100% Green Grown zeigen wir der Gesellschaft, wie wir nachhaltig wirtschaften, und es wird auch deutlich, wo es Hindernisse gibt.
Vorschriften
Wir lösen technische Hindernisse, indem wir uns in praktischen Versuchen und Experimenten neuen Herausforderungen stellen. Hinderliche Vorschriften, wie langwierige Genehmigungsverfahren und unzureichend praxisnahe Vorschriften, werden klar identifiziert. Gute Lösungen schaffen es einfach nicht durch das Zulassungsverfahren, weil es zu kostspielig ist. Diese Initiative wird dazu beitragen, diesen Weg zu verkürzen und praktischer zu gestalten. Wir befassen uns auch mit neuen Technologien und damit, wie sie im Rahmen der Vorschriften geschickt eingesetzt werden können. Gemeinsam werden wir nach Innovationen in den Vorschriften suchen, damit sie besser an die Praxis angepasst sind.
Entwicklung von Wissen und Fähigkeiten
Neue Methoden erfordern neue Kenntnisse und Fähigkeiten. Das Green Growing Expertise Centre hilft Anbauern und ihren Mitarbeitern, dieses Wissen zu erwerben und anzuwenden. Zu diesem Zweck erstellen wir praktische Lehrmittel, die direkt im Gewächshaus eingesetzt werden können. Wir geben dieses Wissen auch an Schulen weiter, damit die neue Generation von Anbauern gut auf die Arbeit vorbereitet ist.
Als Wissenspartner bringt Van Iperen sein Fachwissen in die Initiative ein. Indem wir das gesamte Wissen über Vorschriften, Forschung und Praxis zusammenführen, können wir schnellere Schritte in Richtung eines nachhaltigen Anbaus machen.
"In den nächsten zwei Monaten arbeiten wir an der weiteren Konkretisierung und Einrichtung des Green Growing Expertise Centre", sagt Helma Verberkt. Wir werden die Pläne Ende April vorstellen.