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Obst- und Gemüsesektor: Transparenz der Auswirkungen

Am Donnerstag, den 20. November, präsentierte der Verband der Fruchtgemüseorganisationen (FVO) die Ergebnisse der Studie Reward & Pricing (True Value) über die sozialen Kosten und Einnahmen des Hightech-Obstgemüsesektors. Die wichtigste Schlussfolgerung ist, dass der Unterglasgartenbau (Fruchtgemüse) seine Umweltkosten in Höhe von 688 Millionen Euro transparent macht und daran arbeitet, die Auswirkungen zu verringern.

In dieser Studie wurden die Umweltauswirkungen des Unterglasgartenbaus (Gemüse) anhand von Daten von mehr als 300 Gemüseproduktionsbetrieben mit Preisschildern versehen. In Zusammenarbeit mit CE Delft wurde dies zum ersten Mal transparent gemacht und konkret in Euro ausgedrückt.

Ambitionierter Hightech-Obst- und Gemüsesektor

"Wir wollen nicht nur ein (klima-)neutraler Sektor sein, sondern einer, der nachweislich einen positiven Mehrwert schafft", sagt Jelte van Kammen, Vorstandsmitglied des LVA. "Unser Ziel ist es, die sozialen Kosten zu senken und den Nutzen zu erhöhen. Das beginnt damit, zu verstehen, wo wir jetzt stehen. Mit diesem Ansatz machen wir Nachhaltigkeit konkret, messbar und diskutierbar. Dies ist kein Endpunkt, sondern der Ausgangspunkt für das Gespräch über weitere Nachhaltigkeit. Nachhaltige Initiativen im Unterglasgartenbau verdienen mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung. Gemeinsam mit unseren Kettenpartnern können wir Schritte unternehmen, um die Kosten weiter zu senken."

"Wie in vielen anderen Bereichen auch, wird die Rechnung derzeit von der Natur und den künftigen Generationen bezahlt. Wir müssen uns gemeinsam über diese Rechnung unterhalten. Wer zahlt diese Rechnung? Ist es nur der Produzent oder gibt es noch andere Parteien, die sich beteiligen sollten? Dank der Ergebnisse dieses Projekts sind wir in der Lage, diese wichtige Diskussion zu führen und hoffentlich unseren Übergang zur Nachhaltigkeit zu beschleunigen", sagte Emile Stöver, Projektleiter beim BVET.

Der Beratende Tisch war von der Transparenz beeindruckt und sieht die Erkenntnisse als wertvolle Grundlage, um die Diskussion über die Zukunft des Sektors an verschiedenen Entscheidungstischen weiterzuführen. Banken, Einzelhändler, Regierungen und NRO äußerten alle den Wunsch, gemeinsam mit dem Sektor weitere Schritte in Richtung Nachhaltigkeit zu unternehmen.

Kosten und Nutzen
Die Analyse zeigt, welche Kosten und welchen Nutzen der Sektor hat. Auf der Nutzenseite produzieren die Betriebe gesunde Lebensmittel, und der Unterglasgartenbau trägt zur Wasserreinigung, zur Energiebilanz und zur flächeneffizienten Landnutzung bei. Die Ergebnisse zeigen, dass aufgrund des intensiven Anbaus in den Niederlanden bei der Produktion von Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen im Vergleich zu Südspanien jährlich etwa 167 km² Fläche eingespart werden. Das entspricht der Hälfte der Veluwe. Auf der Kostenseite schlagen vor allem der Einsatz von fossilen Brennstoffen (Gas) und Biomasse für die Energiegewinnung sowie von Düngemitteln als Nahrung für die Pflanzen zu Buche. Hier kann der Sektor noch Maßnahmen ergreifen.

Dreihundert Gemüsebauern arbeiten im BVET zusammen
Die Federation of Fruit Vegetable Organisations (FVO) ist ein Zusammenschluss von fünf Erzeugerverbänden: Growers United, Harvest House, Oxin Growers, The Greenery und ZON. Sie sind mit über 300 angeschlossenen Gemüseerzeugern von Paprika, Auberginen, Zucchini, Gurken und Tomaten die größten Erzeugerverbände in den Niederlanden. Zusammen repräsentieren sie mehr als 85 % der Fruchtgemüseproduktion in den Niederlanden.