01. Juli 2025
Jelle Posthuma, Umweltspezialist bei Harvest House, arbeitet täglich mit dem FreshProducePEFCR‑Dashboard.
01. Juli 2025
Jelle Posthuma, Umweltspezialist bei Harvest House, arbeitet täglich mit dem FreshProducePEFCR‑Dashboard.
„Jedes Jahr liefern uns unsere Anbauer einen umfassenden Datensatz, zum Beispiel zu Energieverbrauch, Düngemitteln und Anbautechniken. Auf Basis dieser Daten berechnen wir einen Score, ausgedrückt in Umweltauswirkungen pro Kilogramm Produkt. Wir können diese Analyse pro Anbauer durchführen, aber auch auf einen bestimmten Anbauort, eine Anbaugruppe oder ein Segment zoomen. Das liefert zahlreiche wertvolle Einblicke.“
Wie werden diese Erkenntnisse genutzt?
„All diese Daten laufen in unserem FreshProducePEFCR‑Dashboard zusammen. So können wir unsere Nachhaltigkeitsleistung untereinander vergleichen und Best Practices austauschen. Die Anbauer sehen sehr transparent, wie ein Kollege abschneidet – nicht um jemanden zu belehren, sondern um voneinander zu lernen. Warum funktioniert etwas bei dem einen und bei dem anderen nicht? Außerdem nutzen wir das FreshProducePEFCR‑Dashboard, um die Wirkung bestimmter nachhaltiger Investitionen im Voraus abzuschätzen, zum Beispiel den Einsatz von Restwärme oder zusätzlichen erneuerbaren Energien.“
Wofür verwendet ihr das Dashboard sonst noch?
„Wir nutzen es, um unsere Reduktionspläne genau zu überwachen. So wissen wir jederzeit, ob wir auf dem richtigen Weg sind, unsere CO₂‑Ziele zu erreichen. Wir messen auch die Auswirkungen von Investitionen und sehen unmittelbar, wie sich veränderte Energieprofile auf die Trendlinie auswirken. Das Dashboard bietet uns die Flexibilität, Daten auf unterschiedliche Weise zu betrachten: pro Kilogramm Produkt, pro Quadratmeter Anbaufläche oder auf Gesamtebene. Wir vergleichen Verbrauchsdaten mit den zugehörigen Umweltauswirkungen und analysieren detailliert, woher diese Auswirkungen stammen. So erkennen wir zum Beispiel, welchen Einfluss eine Biomasseanlage auf die Feinstaubemissionen hat. Das hilft uns, besser zu verstehen, welche nachhaltigen Entscheidungen tatsächlich einen Unterschied machen.“
Dieses Interview erschien bereits im Nachhaltigkeitsbericht 2024.